REISE
GÖTTINENINSEL


Reise auf die Göttinneninsel Gozo (Malta)

7 Frauen (die 7 Plejaden) machten sich am 23. Mai 2008 auf den Weg um die Spuren der alten Göttinnen zu verfolgen. 7 kraftvolle Frauen Veronika, Ilse, Kathrin, Andrea, Brigitte, Barbara und Johanna – jede mit ihrer ganz persönlichen Geschichte, Kraft und Erfahrung auf den Spuren einer einzigartigen Kultur die vor über 7000 Jahren auch von kraftvollen Frauen geprägt war.

Geschichte der faszinierenden Tempelanlagen auf Malta und Gozo.

Um 7000 v. Chr. Kamen erste Siedler auf die Insel. Es zeigten sich Ähnlichkeiten zur Sentinello-Kultur von Syrakus (es fanden sich gleiche Werkzeuge, Keramiken und Haustiere). Dies deutet auf eine Besiedelung aus Sizilien hin. Sie lebten vermutlich damals in natürlichen Höhlen (noch zu sehen ist die Höhle Ghar Dalam) und lebten vom Fischfang, von der Jagd und von Feldanbau. Diese Phase dauerte bis 5200 v.Chr.

Danach entstanden in der Zeit bis 3600 v. Chr. die ersten typischen kleeblattförmigen Tempel aus riesigen, bis zu 60 Tonnen schweren Megalithen, die als älteste freistehende Megalithkultur der Welt gilt (Stonehenge entstand 2300 v. Chr.). Die Innenwände wurden grob poliert und mit wellenlinienförmigen Verzierungen versehen. Die Altäre bestanden meist aus einer hohen Stufe im Tempelraum. Die Menschen damals wohnten nicht mehr in Höhlen sondern bauten erste, ungeschützte Dörfer. Ihre Werkzeuge bestanden aus Feuerstein. In diese Phase gehören die Tempel Ggantija und Mnajdra.

Später, von 3600 bis 3000 v. Chr. setzte sich die Entwicklung der Megalitharchitektur in noch verfeinerter Form fort. Es wurden nunmehr sogenannte "Doppelnieren-Tempel" gebaut, deren Grundriss zwei waagrecht hintereinander liegenden Nieren gleicht. Außerdem entstand die unvergleichbare, unterirdische Kultstätte, das Hypogäum von Hal-Saflieni. In diesen Tempeln entstand auch der Trilithenaltar, der aus zwei aufrecht stehenden und einer schweren Platte abgedeckten Megalithen bestand. Gut erhaltene Beispiele zeigen die Tempel Hagar Qim und Tarxien. Zwischen 3000-2500 v. Chr. Wurde der Grundriss weiter verfeinert, die Innenwände glatt poliert und der Säulenaltar (dicke Säule mit einer kreisrunden Platte). Alle Tempel wurden dazu überarbeitet.

Die Funde, im Archäologischen Museum von Valetta zu bewundern, bestehen aus Keramiken, Muschelamuletten, Werkzeugen und Tonfigurinen. Diese figürlichen Darstellungen zeigen weibliche Statuen wie die Magna Mater, eine beeindruckende drei Meter hohe Kolossalfigur, oder die "Schlafende Priesterin" aus dem Hypogäum, oder die Venus von Malta (aus Hagar Qim), bei welcher eine verblüffende Ähnlichkeit mit der chinesichen Göttin Guan Yin besteht (beide verschränken einen Arm unter der Brust und deuten mit dem anderen Arm auf den Boden.

Die Gesellschaft war damals matriachal organisiert (wie alle Kulturen aus dieser Zeit). Dies bedeutete dass Frauen die Viehzucht, die Feldbestellung, die Nahrungsverteilung, den Tempelbau und die spirituellen Kontakte zu den Gottheiten aktiv gestalteten.

Das völlige fehlen von Waffen lässt auf eine friedliche Gesellschaft, ohne kriegerische Auseinandersetzungen schließen.(Ähnlich wie in Catal Hüyük-Türkei wo ebenfalls keine Waffen gefunden wurden). Um 2500 v. Chr. verschwand aus ungeklärten Gründen für etwas 500 Jahre jegliche menschliche Besiedelung. (Anmerkung: die meisten Matriachate wurden in der Zeit von 2000 -1000 v. Chr. vom Patriachalen Gesellschaftsformen abgelöst). Die späteren Siedler der Bronzezeit (2000 -1000 v. Chr.) kamen wieder aus Sizilien, bauten Festungen, kannten Dolche, nutzten jedoch die alten Tempelanlagen nicht mehr. Nur das Hypogäum wurde als Begräbnisstätte verwendet.


Grundriss des Ggantija-Tempels auf GozoFigurine einer Doppelgöttin 3600 v. Chr.

Der Name Ggantija geht auf die heimische Bevölkerung zurück, da die bereits vor den Ausgrabungen aus der Erde herausragende Megalithen auf eine weibliche Urgottheit (Ggantija = Gigantin) zurückgeführt wurden, analog zur Magna Mater (=Große Mutter) auf Malta. Wie alle neolithischen Tempel wurde auch Ggigantija ausschließlich zu religiösen Kulthandlungen genutzt.





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